Wie es der Name schon sagt, handelt es sich bei diesem Zertifikattyp um einen Korb (Basket) aus verschiedenen Basiswerten. Dies können zum Beispiel bestimmte Aktien oder Indizes sein. Das Basket Zertifikat ist dem Indexzertifikat oder Tracker Zertifikat sehr ähnlich.
Klassischerweise werden Basket Zertifikate in drei Kategorien unterteilt. So gibt es zum Beispiel die Branchen Basket Zertifikate, wo Index übergreifend bestimmte Branchenwerte (Medien, Pharma, Finanzwerte, Konsum…) zum Basket gehören. Weiterhin gib es Regionen bezogene Basket Zertifikate, die Werte einer bestimmten geographischen (oder politischen) Region enthalten. Schließlich gibt es auch noch Strategie Zertifikate. Bei diesem Typus werden Werte dem Basket hinzugefügt, die bestimmten Parametern genügen. Ein Beispiel für eine derartige Strategie kann die Anlage in die fünf höchst kapitalisiertesten Aktien des DAX sein.
Oftmals sind vor allem die Strategiezertifikate aktiv gemanagte Zertifikate, weil der Emittent das Recht hat, den Basket während der Zertifikatlaufzeit zu verändern. Wenn zum Beispiel eine im Basket enthaltene Aktie die Kriterien nicht mehr erfüllt, kann sie gegen eine andere ausgetauscht werden. Bei solchen aktiven Zertifikaten fallen oftmals noch Managementgebühren an, die der Privatinvestor auf jeden Fall in seinem Kalkül berücksichtigen sollte. Bei den passiv gemanagten Zertifikaten steht die Basket Zusammensetzung vor Zertifikatauflage fest und wird während der Laufzeit nicht verändert.
Analog zum Indexzertifikat sollte der Käufer des Basket Zertifikates darauf achten, ob er an den Dividendenausschüttungen der im Basket enthaltenen Aktien beteiligt ist oder nicht. Im Regelfall ist das Zertifikat nicht dividendenberechtigt. Die Konkurrenz der Basket Zertifikate sind z.B. Aktienfonds, die einen regionalen oder branchenspezifischen Anlagefokus haben. Der Vergleich beider Alternativen wird auch im Artikel Was unterscheidet einen Fonds vom Zertifikat dargestellt.
Basket Zertifikate können zur Diversifikation des Anlageportfolios sehr interessant sein. Sie geben Investoren, die einen Kursanstieg in einer bestimmten Branche oder Region erwarten die Möglichkeit, hiervon zu profitieren, ohne jeden Einzeltitel erwerben zu müssen. Man sollte darauf achten, dass es für die im Basket enthaltenen Werte mindestens einmal täglich eine Kursfeststellung gibt und das es sich um liquide Aktien oder Indizes handelt. Vorsicht ist bei vom Emittenten selbst kreierten Indizes geboten. Basket Zertifikate sind in ihrer Laufzeit i.d.R. begrenzt und können auch Kündigungsrechte seitens des Emittenten aufweisen.
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Die Basket Zertifikate sind in der klassischen Ausstattung mit keinen (partiellen) Kapitalschutzmechanismen ausgestattet. Dies bedeutet, dass Sie letztlich die gleichen Risiken wie das Direktinvestment aufweisen. Es ist also der theoretische Totalverlust möglich.
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