Eine Einleitung zu dem Thema Finanzzertifikate mit vielen allgemeinen und nützliche Information können Sie auch hier finden.
Folgende Hinweise sollte der interessierte Zertifikatanleger berücksichtigen:
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Achten Sie immer darauf, dass Sie nur Zertifikate von Emittenten mit bester Bonität kaufen. Ein Maß für die Kreditwürdigkeit kann sich z.B. aus einem Rating von anerkannten Gesellschaften ergeben. Hat der Emittent bereits normale Schuldverschreibungen begeben, kann man anhand der Renditedifferenz zur analogen Bundesanleihe oder der Swapkurve eine Einschätzung zur Bonität erhalten.
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Oftmals werden Dividenden und andere Erträge der Aktie nicht an den Zertifikatinhaber ausgeschüttet. Das gleiche Prinzip gilt für die Verwendung eines Preis- anstelle eines Performanceindizes. Der Anleger sollte also hier schauen, dass er an Ausschüttungen des Basiswertes beteiligt wird. Insbesondere gilt dies bei dividendenstarken Titeln. Denn je länger die Zertifikatlaufzeit ist, desto mehr Einnahmen gehen dem Zertifikatinhaber verloren.
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Achten Sie auf Ausgabeaufschläge oder verschobene Garantielevel. Prinzipiell gilt natürlich, je weniger Ausgabeaufschlag, desto besser. Dies ist auch wichtig, wenn das Zertifikat mal über die Börse verkauft werden soll. Hier lässt sich i.d.R. kein Ausgabeaufschlag durchsetzten. Dieser verbleibt beim Emittenten. Weiterhin ist der Ausgabeaufschlag bei (teilweise) kapitalgarantierten Zertifikaten nicht versichert. Dies bedeutet, dass der Emissionspreis des Zertifikates nicht dem Sicherungslevel entspricht. Beispielsweise gilt die Kapitalgarantie nur für 95% des Emissionspreises.
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Kapitalgarantien gelten immer am Ende der Zertifikatlaufzeit. Sollten der Anleger das Zertifikat also vorzeitig verkaufen (müssen), kann der Kurs des Zertifikates auch unterhalb des garantierten Levels oder des Optionspreises liegen.
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Achten Sie darauf, dass es sich beim Basiswert des Zertifikates um einen liquiden, nachvollziehbaren Titel handelt. Vorsicht ist vor eigen kreierten Indizes geboten, sofern es sich nicht um im Markt anerkannte Indizes handelt. Bei Aktien als Basiswert sollte der Anleger darauf achten, dass es sich um liquide Titel handelt. Nur so ist sichergestellt, dass es nicht zu Kursmanipulationen kommen kann.
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"Keep it simple". Kaufen Sie nichts, was Sie nicht verstehen, egal wie verlockend es klingt.
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Stellen Sie sicher, dass Sie die Preisbildung und Rückzahlungsmodalitäten auch selber nachvollziehen und nachrechnen können. Zum Beispiel müssten Sie bei einer Wertentwicklung, die auf den Durchschnitten einer Kursentwicklung beruht auch in der Lage sein, diese Durchschnittsberechnung durchzuführen, um den Rückzahlungsbetrag überprüfen zu können.
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Lesen Sie die Zertifikatbedingungen, das Basisprospekt, Emissionsprospekt usw. aufmerksam durch. Achten Sie auf Kündigungsrechte des Emittenten, Dividendenbeteiligung usw.
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"Design follows Anlagestrategie". Diese eigenwilligen Übersetzung will aussagen, dass Sie sich erst Ihre Anlagestrategie überlegen sollten und danach das passende Zertifikat auswählen und nicht umgekehrt. Oftmals sollten Sie auch etwas mehr als die grobe Markttendenz einschätzen können, denn in vielen Fällen sind die Gewinne in einem Zertifikat begrenzt. Erwartet man stark steigende Märkte, sind sicherlich andere Produkte interessant, als bei der Erwartung leicht steigender Märkte.
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Ein Zertifikat besteht i.d.R. aus einer Derivatstruktur, die auf einer normalen Schuldverschreibung installiert wird. Wiederum sind oftmals Optionen ein Bestandteil dieser Struktur. Derivate und insbesondere Optionen hängen in vielen Fällen von unterschiedlichsten Preisfaktoren ab. Obwohl es sich beispielsweise um ein Zertifikat auf einen Aktientitel handelt, kann trotzdem z.B. die Zinskurve einen maßgeblichen Einfluss auf den Optionspreis. Es kann also vorkommen, dass sich der Aktienkurs positiv für das Zertifikat entwickelt und der Preis trotzdem nicht die erwartete Entwicklung nachvollzieht, weil andere Preisfaktoren diese positive Entwicklung neutralisieren. Muss man während der Laufzeit nicht verkaufen, ist dieses Phänomen sicherlich nicht so relevant. Wenn der Anleger aber verkaufen will oder muss, kann sich der Einfluss von teilweise nicht so klar nachvollziehbaren Preisfaktoren (der Einfluss geht in teilweise sehr komplexe Formeln ein) negativ auf den Kurs des Zertifikates auswirken.
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Der Anleger muss beachten, dass oftmals der Kurs des Basiswertes auf 100 normiert wird, da das Zertifikat mit diesem Wert begeben werden soll. Es ergibt sich dann neben der Partizipationsquote noch ein Bezugsverhältnis.
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Lassen Sie sich vom Namen nicht täuschen. Oftmals lassen Banken die Namen ihrer Zertifikatkreationen rechtlich schützen. Sie werden dann unter diesem Namen keine Alternativen von anderen Emittenten finden. In vielen Fällen funktionieren die Eigenkreationen aber genau wie die "standard" Zertifikate. Fehlen Ihnen also die Alternativen, dann untersuchen Sie die Funktionsweise des "Einzelkindes" und schauen Sie, ob es nicht auch analoge oder zumindest ähnliche Produkte unter einem anderen Namen gibt. Ein Hinweis, ob ein Name geschützt ist erhalten Sie, wenn sich neben dem Zertifikatnamen der Terminus "TM" oder © usw. befindet.
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Überprüfen Sie, in welcher Währung der Basiswert und das Zertifikat notiert. Wenn es sich z.B. um ein Zertifikat auf eine amerikanische Aktie handelt, unterliegt der Erfolg des Zertifikates auch dem Währungsrisiko. Bei Abhängigkeiten von einer Fremwährung müssen Sie auch eine Meinung bezüglich des zukünftigen Devisenkurses haben. Haben Sie diese nicht, verzichten Sie auf Basiswerte und Zertifikate in Fremdwährung. Eine Alternative sind so genannte Quanto Zertifikate. Diese Produkte befreien den Investor weitestgehend von Wechselkursschwankungen.
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