Ein Devisenkassageschäft ist eine vertragliche Vereinbarung zweier Parteien, einen definierten Betrag einer Währung in (im Regelfall) zwei Valutatagen in einen festgelegten Betrag einer anderen Währung zu tauschen. Ein Devisenkassageschäft wird auch als Devisen Spot Geschäft oper FX (=foreign exchange) spot deal bezeichnet. Ein solches Geschäft wird im Regelfall mit einer Bank oder bei größeren Gesellschaften mit einer Inhouse Bank abgeschlossen.
Die Zahlungsströme sehen folgendermaßen aus:

Wichtig zu wissen ist, dass es sich bei einem Devisen Kassa Geschäft um ein verpflichtendes Geschäft handelt. Wird ein solches Geschäft beispielsweise als Sicherung für ein Grundgeschäft genutzt (im Beispielsfall um eine Einnahme in USD in EUR zu tauschen) und das Grundgeschäft verändert sich (Zahlung verschiebt sich oder Betrag ändert sich), ist das Sicherungsgeschäft trotzdem zu erfüllen. Manche Banken ermitteln für Devisenkassegeschäfte ein sog. Settlementrisiko. Dieses beschreibt die Gefahr, dass der Bankkontrahent (also Sie) nicht in der Lage ist, seinen Zahlungsstrom in das Geschäft einzuliefern. Solche Risiken werden dann teilweise auch auf (bestehende) Kreditlinien angerechnet. Beim Kassa Geschäft ist dies aufgrund der kurzen Valutadauer sicherlich noch kein primäres Problem. Ist das Settlement ordnungsgemäß erfüllt, besteht das Risiko nicht mehr und evtl. blockierte Limite werden wieder freigegeben. Verlängert sich der Valuta Zeitraum (beim Spot Geschäft normalerweise 2 Bankarbeitstage), spricht man auch von einem Devisentermingeschäft. Hier kann die Linienanrechnung schon weitaus größere Probleme verursachen.
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